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Salzreise mit Ziel Lissabon

 

Mit dem FD Laboe sollten wir jetzt auf Salzen gehen. Was war Salzen??? Gehört hatten schon alle davon und wie Salzfisch aussah wussten wir auch. Nur wie bereitet man den Fisch auf ohne ihn zu vergewaltigen. Die Obrigkeit meinte es müssen ein paar Spezialisten diese Reisen mitmachen und das Klippen übernehmen.
Am 27. April hieß es leinen los, Auslauforder mit dem Ziel Torshavn auf der Inselgruppe der Färöer. Torshavn liegt auf der größten Insel Streymoy. Zwischen Torshavn und der kleinen Insel Nölsoy dümpeln wir mit der Laboe 4 Tage später vor uns her und warten auf unsere Spezialisten. Nach etwa einer Stunde schreit plötzlich unser Zweite Steuermann das ein paar Boote mit Weibern auf uns zuhalten. Man war das nee helle Aufregung. Alles stürzte an Deck, jeder wollte der erste sein wenn man was beschicken könnte. Noch konnten wir nicht richtig erkennen wie viele Frauen es waren aber nach Anzahl der Boote musste für jeden von uns etwas dabei sein.
Der Alte (Ernst Hamann) stand mit dem Kicker in der Nock und schaute sich die ganze Bescherung von oben an. Da ich sah das er lächelte hätte es mich schon misstrauisch machen müssen aber in freudiger Erwartung war das Gehirn wohl zu träge.
Die Boote kamen näher und wir bemerkten recht bald das wir einem Irrtum aufgesessen waren. In den Booten waren die neuen Kollegen die von ihren Familien zum Schiff gebracht wurden. Boot um Boot machte fest, Koffer, Bettzeug, Schlachtbretter und Böcke wurden über das Schanzkleid gegeben, Frau und Töchter noch mal liebe voll in den Arm genommen und eine letzte Ermahnung an den Sohn danach flink an Bord. Es gab aber auch einige Familien die an Bord kamen, die Frauen machten ihren Männern das Bett und packten ihre Koffer aus. Zwölf neue Kollegen hatten wir nun, das bedeutete das es etwas enger für uns vorne unter der Back wurde. Sechs Kammern hatten wir vorne, a 4 Kojen in jeder Kammer. Bisher teilten sich immer zwei eine Bude und nun lagen wir zu viert. Egal, irgendwie musste es ja gehen. Nach etwa 3 Stunden war alles verstaut ein letztes Winken, danach dampften wir mit südlichem Kurs um Streymoy und die Boote kehrten nach Torshaven zurück.
Von den Färöern dampften wir bei herrlichem Wetter Richtung Kap Farvel um an der Westküste Grönlands den großen Kabeljauschwärmen nach zustellen. Kurz bevor wir den Fangplatz erreichten wurden die Fischereiwachen eingeteilt, da wir jetzt doppelte Mannschaft an Deck waren hieß es Zwei Wachen sechs um sechs Stunden. Das war eine ganz neue Erfahrung für uns, mussten wir Janmaaten auf Frischfischreisen solange an Deck bleiben wie Fisch vorhanden war, bedeutete es jetzt sechs Stunden Arbeit und sechs Stunden Freiwache.
Auf dem Fangplatz angekommen wurde sofort ausgesetzt um den Segen des Meeres einzufangen. Knapp zwei Stunden Schleppen dann hieß es Hieven. Der Bünddel war prall mit 350 Korb Kabeljau gefüllt. Bei soviel Fisch musste das Netz sechsmal Geteilt werden. Um die 60 Korb konnten wir mit unserem Geschirr übers Schanzkleid hieven, durch das Teilen wurde der Fisch aber gleichmäßiger übers Deck verteilt. War der letzte Fisch des Hols an Bord wurde gleich wieder ausgesetzt.
Die Färinger hatten ihre Schlachtbretter auf Böcke gestellt und warteten jetzt darauf das wir den Kabeljau köpften spulten und dann unseren neuen Kollegen zur Verarbeitung weiter gaben. Schlachten oder Filetieren war nichts neues für uns, aber was war Klippen und Mauern? Der ein oder Andere hatte schon davon gehört und getrockneten Fisch hatten alle von uns schon gegessen aber Klippen konnte keiner von uns. Wir waren alle sehr erstaunt über die Schnelligkeit unserer neuen Kollegen wie fix sie einen Kabeljau mit einem Schnitt längst der Rückenlinie bis zur Schwanzflosse öffneten, die Wirbelsäule samt Flosse und Bauchgräten entfernten, Leber in einen Korb und mit dem Rest Kütt außenbords. Die Kunst bestand darin das der Fisch nicht auseinander geschnitten, sondern durch den Bauch weiter zusammen gehalten wird. Diesen Arbeitsgang nannte man Klippen. Fisch um Fisch wurde so zerlegt, die Fischseiten wurden nochmals gespult und aus dem Spulfach ab übers Sput durch die Luke. Unten im Fischraum musste der Zweite Steuermann den beiden Mauren die Fischlappen zu Forken. Ein Maurer fing achtern Steuerbord Hock an, die gegenüberliegende Hock musste leer bleiben da man den Fisch umschichten musste. Backbordseite ging es dann in der zweiten Hock für den zweiten Mann zur Sache.
Die Fischseiten mussten einzeln und sehr sorgsam Schichtweise in die Hocken gelegen werden. Eine Schicht Salz als Unterlage, Fisch drauf salzen und dann die nächste Schicht. Lage um Lage wurde so der Fisch in die Hocken eingebracht. Es durfte nicht zu eng gepackt werden, aber auch nicht zu fletig da das Wasser das durch das Salz dem Fisch entzogen wird ablaufen musste. Alle zwei Tage musste man den Fisch umpacken und neu einmauern, solange bis der Fisch Knochentrocken war und die Steifheit eines Brettes hatte. Mehr als zwei Hols hintereinander konnten nicht gemacht werden weil das Klippen trotz flinker Färinger nicht so schnell von statten geht wie das Schlachten auf einer Frischfischreise. Immer wieder ließen wir uns Treiben bis wieder genügend Platz an Deck war. Tag um Tag, Woche um Woche, Netzeinholen Fisch an Deck Aussetzen, Schlachten Klippen Mauern Aussetzen Treiben und wieder von vorn. Der Fischraum will und will nicht voll werden. 5800 Korb gehen in die Hocken und die sollten voll. Ist man auf Frischfisch verbringt man 10-12 Tage auf dem Fangplatz und tritt dann die Heimreise an. Der geschlachtete Fisch wird über den Sput in die Hocken geleitet, der zweite Steuermann und ein Matrose sorgen dafür das Eis und Salz zwischen den Fischlaibern kommt. Das Eis darf nicht zu groß sein und muss gleichmäßig verteilt werden. Um einen guten Markt zu erzielen darf der Fisch keine Druckstellen vom Eis haben, das Schmelzwasser muss ungehindert ablaufen können und die Kühlung muss bis zum Vermarkten gehalten haben.
Alle Plage hat einmal ein Ende und so hatten wir es nach 29 Tagen Fischtörn endlich geschafft, die Hocken waren voll. Das Deck wurde aufgeklart, wir liefen zum Bunkern Foeringehavn an und gleich nach dem Bunkern ging es in Richtung Iberische Halbinsel. Erst auf höhe von Kap Finisterre bekam der Funker die Meldung das wir mit unserem Salzfisch nach Lissabon sollten. Man, das war was. Wer war schon in Lissabon, diese Frage ging durchs ganze Schiff. Tatsächlich zwei Mann waren schon dort, der Koch und unser Funker. Vom Koch konnten wir keine dollen Adressen erfahren. Bernie hieß der heiße Vogel und wenn der Land roch, kam seine Schwulle Ader zum Vorschein. Manche meinten das Bernie so heiß war das er mit der flachen Hand bügeln könnte und wenn man mit ihm an Land gehen würde, müsse man damit rechnen das einem am nächsten Morgen ein neues Dichtungsgummi eingezogen werde. Nun den, ich machte um Bernie wenn wir an Land gingen immer einen großen Bogen. Hannes meinte dazu: Leben und Leben lassen. Also die andere Quelle den Funker angezapft. Man der erzählte uns Geschichten über seine Erlebnisse in dieser Stadt, da konnte sich einem der Draht aus der Mütze drehen. Alle scharrten mit den Hufen es wurde Zeit das wir an Land kamen. Endlich übernahmen wir den Lotsen. Ich musste auf Brücke als Rudergänger was mich Ärgerte da ich am liebsten viele Fotos geschossen hätte. Auf der Brücke war dicke Luft. Der Alte und beide Steuerleute sprachen kein englisch und deshalb lief die Kommunikation über unseren Funker. Ob der Lotse sich bei uns Wohl gefühlt hat, möchte ich bezweifeln. Rein äußerlich lagen zwischen dem Lotsen und uns schon Welten. Der Lotse von mittlerer Statur trug Uniform und wir übrigen bis auf unseren Funker trugen graue Flanell Unterhemden und blaue Arbeitshose.
Zu allem Übel erschien Bernie mit einem Tablett und Kaffeegeschirr auf Brücke, hatte aber vergessen seinen neuen Petticoat den er in seiner Kammer anprobierte auszuziehen. Der Alte tobte ich bekam ein Lachkrampf und der Lotse dachte wohl hoffentlich kann ich diesen Dampfer bald verlassen.
Auf höhe Belem kam ein weiterer Lotse an Bord und der übernahm gleich das Kommando. Dem Funker drückte er die Hand mit den Worten: Good Morning Captain, Ernst Hamann war kurz vorm platzen. Wir sollten Dock de Alcantara festmachen. Man, schon der Name Dock de Alcantara das hatte doch Klang und nicht so wie es bei uns hieß: Festmachen Tor 5, Kühlhaus oder Eiswerk. , dann man los dachte ich bei mir.
Im Dock lagen mehrere Frachter aus verschiedenen Ländern und viele Frachtensegler. Frachtensegler hatte ich noch nie gesehen. Ganz langsam strebten wir unserem Liegeplatz zu, vorbei an einem deutschen Frachter der im begriff war abzulegen. Deutlich hörten wir die Lautsprecherdurchsage: Herr Schulz, lassen sie bitte die beiden Vorleinen losschmeißen und einholen. Unser Alter verschluckte sich sosehr das ihm der Rest Kaffee den er gerade getrunken hatte aus der Nase wieder raus kam und ich hätte bald vor Lachen ins Ruder gebissen. Waren die da drüben besoffen??? Lassen sie bitte die beiden Vorleinen losschmeißen und einholen. Ja, waren die bekloppt, hätten die Maaten die Leine durch die Klüse rauschen lassen wenn man ihnen nicht gesagt hätte sie müssen die Leinen einholen? Es war jedenfalls hektisches Treiben auf dem Dampfer.
Was uns auch auffiel die Offiziere hatten weiße Mützen auf und es wurde bei denen Uniform getragen. Egal, wir hatten unseren Stil die eben ihren.
Beim Festmachen kam unser Alter mächtig ins Schwitzen, nicht weil etwas falsch lief, nein, seine Frau die des Funkers und auch vom Ersten Steuermann stiegen aus einem klein Bus aus. Das kann ja heiter werden meinte Ernst und verabschiedete sich von beiden Lotsen die bestimmt froh waren unseren Hobel zu verlassen.
Ein ganzer Tross von Uniformierten und anderen Leuten kamen an Bord. Die gesamte Mannschaft war an Deck, war es doch für uns eine sehr fremde Umgebung die wir erst einmal in uns aufnehmen mussten.
Auf einmal stand Uwe neben uns haute mir die Hand in die Seite und Hannes schob er die Mütze ins Gesicht. Uwe war der Cheffahrer und berichtete uns das der Direktor der Hochsee anwesend ist um Geschäftsbeziehungen zu knöpfen.
Vier geruhsame Tage hatte der Schlupf schon in Lissabon verbracht und abends das Nachtleben erkundet. Was Uwe uns erzählte ließ bei Hannes und mir das Messer in der Hose aufgehen, wir wollten ihn abends mit an Land nehmen was er aber leider Ablehnte. Er sollte Tanger so hieß unser Direktor abends auf einen Empfang fahren. Bevor Uwe wieder von Bord ging, gab uns aber noch ein Kärtchen mit einer Adresse. Atlantico stand da drauf. Sollte unser Funker doch nicht übertrieben haben???
Zum Nachmittag mussten wir in die Messe kommen wo der Funker und ein Clerk wissen wollten wie viel Geld besorgt werden sollte. achthundert Mark sagte ich und Hannes meinte er wolle auch soviel. Unser Funker fuhr hoch und fragte ob wir bekloppt sind wollt ihr hier ein Haus kaufen? Du sagst jetzt dem Heini das wir jeder achthundert Mark haben wollen sonst gibt es was an die Mütze. Er schüttelt nur mit dem Kopf übersetzte aber unseren Wunsch. Dem Clerk fiel fast der Griffel aus der Hand als er unseren Vorschuss notierte. Lachend verließen wir die Messe und gingen nach vorn in unsere Unterkunft um uns Landfein zu machen.
Nach dem Abendbrot stand die ganze Besatzung im besten Zwirn an Deck und wartete auf den Agenten der das Geld bringen sollte. Warten kann schon grausam sein, überhaupt wenn man es so eilig hatte an Land zukommen wie wir. Endlich kam der Agent, hatte aber kein Geld dabei. Es dauerte nur einige Minuten dann kam der Funker und der Clerk zu uns an Deck, wir mussten alle an Land ins Kontor wo wir unser bestelltes Geld bekamen. Die Kollegen hatten sich in etwa genauso viel Geld bestellt wie Hannes und ich, da es für damalige Verhältnisse eine ansehendliche Summe war zog man es wohl vor hier auszuzahlen. Das Hafentor hatten wir schon gesehen als wir zum Kontor marschiert waren und auch die Taxis die dort standen. Dem Taxifahrer brauchten wir gar nicht unser Kärtchen von Uwe zeigen der wusste auch so wo wir hin wollten. Die Taxifahrt dauerte nicht lange aber was ich in dieser Kurzen Zeit alles zu sehen bekam war schon sehr beeindruckend.
Eine Straßenbahn an denen Menschen wie eine Traube an Ein und Ausgänge hingen hatte ich ja noch nie gesehen. Frauen die Lasten auf ihren Köpfen trugen und Esel die hochbeladene Karren zogen, gab es bis dato in meiner Welt nicht.
Wir waren am Ziel und wollten jetzt das Nachtleben von Lissabon erleben.
Der Fahrer wurde von uns fürstlich entlohn und ab ging es gleich in das erste Lokal mit dem schönen Namen Hamburgo. Leider gefiel es uns hier drin überhaupt nicht. Frauen gab es einige in diesem Schuppen aber leider nicht so wie der Funker und Uwe sie uns beschrieben hatten.
Als wir wieder draußen waren bekam auf der anderen Seite ein Junge von einen feistem Kerl eine gescheuert das er sich auf den Hosenboden setzte und bevor er im noch eine mit dem Fuß geben konnte hatte Hannes und ich das blöde Schwein am Kragen. Hannes zeigte im auf unsere weise was wir von ihm hielten und ich half dem Lütten wieder auf die Beine. Der Junge war Schuhputzer, auch so etwas hatte ich noch nie gesehen. Als der kleine Mann sich erholt hatte bestand er darauf als Dank unsere Schuhe auf Hochglanz zubringen.
Danach zeigte er uns wo die Texas Bar war. Vor der Tür verabschiedeten wir uns von unseren jungen Freund und gaben ihm noch ein übiges Trinkgeld.
Durch eine große Holztür kam man in einen kurzen Flur in dem ein Friseur, Blumen und Tabakladen angesiedelt waren, danach stand man in der berühmten Texas Bar. Rechts unter der Decke hing ein großes Rettungsboot in dem eine Kapelle für Musik sorgte und etwas weiter hinten gab es einen großen Tresen mit einer ganzen reihe von Barmännern dahinter. Man hatte kaum Zeit sich so richtig umzuschauen, ein ganzen Truppe Mädels hatte uns in beschlag genommen.
Man, ich wusste gar nicht wie mir geschah. Nach ca. einer halben Stunde hatte sich alles geklärt und die Entscheidung war getroffen. Conceicäo und Isabel waren unsere Traumfrauen. Tolle Mädels und ein stimmungsvoller Abend begann. Isabel versuchte verzweifelt mich vom Barcardi wegzubekommen und mich mehr auf die Tanzfläche zubewegen. Leider ohne Erfolg und so kam was kommen musste, abgefüllt wie ein volles Fass hat sie mich aber mit sich nach Hause genommen.
In der Nacht machte sich mein Darm bemerkbar und das liebe Mädchen musste mir den Weg zur Toilette zeigen. Licht wurde nicht angemacht da von draußen eine beleuchtete Reklame genügend Licht spendete. Ein feudales Bad mit großer Wanne und zwei WCs neben einander. Ich bin zwar besoffen gewesen aber da waren tatsächlich zwei Toilettenbecken neben einander. Naja eins brauchte ich ja nur. Ich wunderte mich noch darüber das kein Papier auf meiner Seite war und ich über das andere Becken greifen musste als draußen das Licht aus ging. Im Dunkeln noch ein bisschen nach der Spülung gesucht, irgendwo auch rauf gedrückt Wasser rauschte und ab ins Bett.
Ich hatte noch nicht lange gelegen als ein Fürchterlicher Schrei durch die Wohnung drang. Isabel lief aus dem Zimmer um zu sehen was geschehen war, sie stand aber gleich wieder in der Tür mit erhobenen Händen und schrie und schimpfte auf mich ein wie ein altes Fischweib. Ich schnappte mir mein Zeug und flüchtete aus der Wohnung. Im hinauslaufen sah ich Hannes und noch einen Netzmacher von unserem Dampfer die nackend auf dem Flur standen.
Unten auf der Straße habe ich mich erst einmal angezogen und bin eine Zeitlang rumgeirrt bis ich ein Taxi anhalten konnte welches mich zum Dock de Alcantara brachte.
Als ich Mittags frisch geduscht an der Back saß kam Hannes und Jimmy der zweite Netzmacher von Land. Das erste was Hannes zu mir sagte: Du bist vielleicht so eine Marke, Kackst bei der Olsch ins Bidet und fiel fast vor Lachen aus den Schuhen. Ich sagte ihm das ich zwar auf Toilette war aber dort auf dem WC gesessen habe und mir fiel ein das dort ein zweites WC-Becken war. Du Trottel hast in ein Sitzwaschbecken den Wachmeister gesetzt.
Bidet oder Sitzwaschbecken diese ausdrücke hatte ich bis dato noch nie gehört.
Man, dachte ich, hier kannst Du dich ja nicht wieder an Land sehen lassen und schämte mich über meinen Ausrutscher.
Eine Stunde später waren wir aber wieder an Land und streiften durch die Kneipen diesmal trank ich nur Kaffee, Tee oder mal eine Cola.
Im Atlantico trafen wir den Kapitän, den 1.Offizier und den Chief von dem Dampfer der das Dock verlassen wollte als wir anlegten. Was eine verlogene Bande. An Bord waren die Herren unnahbar und nachmittags wenn die Mannschaft an Bord war ließen diese drei hier die Sau raus. Aber egal, der Abend kam die Unruhe in mir wurde immer grösser weil es wieder in die Texas Bar gehen sollte und ich nicht wusste wie ich mich verhalten sollte.
Als wir durch den Flur zur Bar gehen wollten sah ich zur meiner Ehrenrettung den großen Eimer voller Rosen. Alle Rosen wurden gekauft und ab damit in den Schankraum. Isabel schoss auf mich zu als wenn sie mir den Kopf abreißen wollte aber als sie die Rosenpracht sah war für mich wieder alles im Lot.
Wir blieben eine volle Woche in Lissabon haben außer Puff noch viel von Land und Leuten gesehen. Jeden Morgen stand ein Bus vor unserem Dampfer und die Rundfahrt durch die Portugiesische Kultur begann. Abends wurde in Estoril oder im Nachbarort Cascais zu Abend gegessen und so um 21h wurden die Maaten die eine Verabredung hatten Am Kreisel Säo Paulo abgesetzt. Alle Ausflüge und die damit verbundenen Kosten wurden von unser Reederei getragen. Vier Salzreisen Reisen habe ich gemacht drei mit Zielhafen Lissabon und eine Reise Leixoes. Die Salzreisen erbrachten leider nicht den Erfolg den man sich davon versprach und so wurden sie wieder eingestellt.
Wegen Krankheit musste ich einige Jahre später für ein paar Monate in die Frachtfahrt wechseln und bin auf der Westerems von S&B Linie Liverpool, Lissabon, Leixoes gefahren.
Da gibt es auch noch eine Story zu.

Gruss holger

Klippfisch wird aus der Familie der dorschartigen Fischen hergestellt. Ca. zehn Familien von Knochenfischen mit über zweihundert verschiedenen Dorschartigen Fischen sind in den Weltmeeren zu hause. Die größten Bestände leben in den nördlichen Breiten unserer Meere.